Das Statut sowie die Geschäftsordnung der Steirischen Volkspartei in aktueller Fassung.
Bereits 30 Gesundheitszentren in der Steiermark
Die Steiermark baut ihre Gesundheitsversorgung konsequent aus: Mit den drei jüngsten Neueröffnungen gibt es mittlerweile 30 Gesundheitszentren. Fünf weitere Standorte sind bereits beschlossen und bis 2030 sollen der Bevölkerung insgesamt 40 Gesundheitszentren (Primärversorgungseinheiten – PVE) zur Verfügung stehen. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl setzt somit auf den weiteren Ausbau und fordert zugleich vom Bund eine Gesetzesnovelle für eine erweiterte Primärversorgung, die auch Zahnmedizin und Frauenheilkunde umfassen soll.
Beim Ausbau der Gesundheitszentren setzt Landesrat Karlheinz Kornhäusl auf Zusammenarbeit, zusätzliche Angebote und innovative Versorgungsmodelle. Das Ziel: Die Steirerinnen und Steirer sollen unabhängig von ihrem Wohnort rasch und unkompliziert medizinische Betreuung erhalten. „Egal, wo jemand in der Steiermark lebt: Die Gesundheitsversorgung darf keinen Unterschied machen. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen aufsperren, wo immer es möglich ist, zusätzliche Angebote schaffen und die Menschen rascher zum Termin und schneller zur Behandlung bringen. Dafür brauchen wir das Miteinander aller Partner im Gesundheitswesen“, betont Kornhäusl.
Steiermark als Vorreiter beim Ausbau
Die Steiermark nimmt beim Ausbau der Primärversorgung im Bundesländervergleich eine führende Position ein – insbesondere unter den Flächenbundesländern. Gesundheitszentren bündeln unterschiedliche Gesundheitsberufe und ermöglichen eine abgestimmte Betreuung. Neben der Allgemeinmedizin und der Pflege können beispielsweise Physiotherapie, Diätologie und weitere Gesundheitsberufe Teil des Teams sein. Ein wesentlicher Vorteil sind die erweiterten Versorgungszeiten: Gesundheitszentren müssen mindestens 40 Stunden pro Woche geöffnet sein – doppelt so viel wie bei einem klassischen Kassenvertrag mit 20 Wochenstunden. Zudem ist die Versorgung von Montag bis Freitag auch zu Tagesrandzeiten sicherzustellen. „Ein Gesundheitszentrum ist mehr als eine Ordination mit mehreren Ärztinnen und Ärzten. Wenn unterschiedliche Gesundheitsberufe zusammenarbeiten, können wir die Versorgung besser auf die Bedürfnisse der Menschen abstimmen. Davon profitieren besonders ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen“, so der Landesrat.
Fünf weitere Standorte in Vorbereitung
Neben den bereits eröffneten Gesundheitszentren sind fünf weitere Standorte bereits beschlossen: Bruck an der Mur, Gleinstätten, Bad Mitterndorf, Murau und Bad Radkersburg. Eine Herausforderung bleibt die Gewinnung geeigneter Ärztinnen und Ärzte für neue Standorte. Deshalb setzt das Land auf flexible Lösungen: Wo sich keine Gruppenpraxis realisieren lässt, können selbstständige Ambulatorien eine Alternative sein. Bereits zehn steirische Gesundheitszentren wurden durch gemeinnützige Ordenshäuser umgesetzt. Die Zusammenarbeit zwischen Land, Gesundheitsfonds, Sozialversicherung, Ärztekammer, Gemeinden und Betreibern ist dabei entscheidend, um Versorgungslücken zu schließen und neue Angebote möglichst rasch zu schaffen. „Wenn sich für eine Kassenstelle oder eine Gruppenpraxis keine Bewerber finden, dürfen wir nicht die Hände in den Schoß legen. Wir müssen gemeinsam alternative Lösungen entwickeln. Unser Grundsatz lautet: Aufsperren, wo immer es möglich ist“, unterstreicht Kornhäusl.
Monitoring zeigt positive Signale
Die Entwicklung der Gesundheitszentren wird wissenschaftlich begleitet. Ergebnisse des steirischen PVE-Monitorings zeigen, dass Stammpatientinnen und Stammpatienten von Gesundheitszentren im Beobachtungszeitraum einen signifikanten relativen Rückgang ihrer Kontakte in Spitalsambulanzen verzeichneten – verglichen mit statistisch vergleichbaren Patientinnen und Patienten ohne entsprechende Stammversorgung. Für Kornhäusl bestätigt dies die Bedeutung einer starken Primärversorgung. „Unser Ziel sind mehr Angebote in der Nähe, eine bessere Erreichbarkeit und möglichst kurze Wartezeiten. Die Steiermark hat beim Ausbau bereits viel erreicht. Mit den neuen Gesundheitszentren setzen wir diesen Weg konsequent fort.“ Die Richtung ist klar: 30 Gesundheitszentren sind bereits in Betrieb, fünf weitere Standorte beschlossen. Bis 2030 sollen 40 primärversorgende Einrichtungen die Gesundheitsversorgung in der Steiermark weiter stärken.
Zahn- und Gynäkologie-PVEs endlich ermöglichen!
Rund um die Debatte zum erfolgreichen Ausbau der Gesundheitszentren in der Steiermark bekräftigt Kornhäusl auch seine Forderung nach einer Novelle des Primärversorgungsgesetzes: Konkret sollen neben Allgemein- und Kinderärzten auch anderen Fachärzten, nämlich Frauen- und Zahnärzten, die Gründung einer Primärversorgungseinrichtung (PVE) ermöglicht werden. So könnten beispielsweise eigene Frauen-PVEs die Versorgung im Bereich der Gynäkologie sowie Zahnheilkunde-PVEs die zahnärztliche Versorgung der Bevölkerung verbessern. Bereits seit 2024 arbeitet Kornhäusl intensiv an dieser angestrebten Gesetzesnovelle, so wurde u.a. im Zuge der Landesgesundheitsreferentenkonferenz vor rund einem Jahr unter seinem Vorsitz ein entsprechender Beschluss gefasst. „Mein Ziel ist die beste Gesundheitsversorgung. Mit einer Gesetzesnovelle könnten endlich Frauen- und Zahn-PVEs errichtet und damit die kassenärztliche Versorgung in allen Regionen verbessert werden“, so Landesrat Karlheinz Kornhäusl abschließend.



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