Bundeskanzler Christian Stocker besucht steirische Wirtschaftsbetriebe „Vom Familienbetrieb bis zum Weltkonzern: Das Zukunftsland Steiermark kann Wirtschaft!“

Bundeskanzler Christian Stocker besucht gemeinsam mit Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom steirische Hightech-Betriebe und überzeugt sich von Innovationskraft made in Styria.

 

(Graz / St. Barbara im Mürztal, 26. Mai 2026) – Am heutigen Dienstag besuchte Bundeskanzler Christian Stocker die Steiermark. Im Mittelpunkt des Kanzlerbesuchs standen der Wirtschaftsstandort, steirische Innovationskraft und jene Zukunftsfelder, in denen die Steiermark bereits heute internationale Stärke beweist. Gemeinsam mit Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer standen Betriebsbesuche bei der Hintsteiner Group im Mürztal sowie bei MAGNA STEYR Aerospace in Graz auf dem Programm.

 

„Der heutige Tag steht ganz im Zeichen eines starken Zukunftslandes Steiermark. Wir haben einen familiengeführten Hightech-Betrieb besucht, der Innovation und Know-how aus der Steiermark in die ganze Welt exportiert. Und wir haben uns von der Stärke eines internationalen Leitbetriebes überzeugt, der wesentlich zur wirtschaftlichen Schlagkraft unseres Landes beiträgt. Vom Familienbetrieb bis zum Weltkonzern: Das Zukunftsland Steiermark kann Wirtschaft“, betont Landeshauptmann-Stv. Khom.

 

„Neben dem täglichen Regierungsgeschäft in Wien sind Termine wie diese besonders wertvoll, um daraus die richtigen politischen Ableitungen zu treffen. Die gemeinsame Klammer all unserer Maßnahmen ist die Arbeit am Aufschwung für Österreich. Wir werden als Bundesregierung diesen Weg fortsetzen und unermüdlich daran arbeiten. Das tun auch die Betriebe, die wir heute in der Steiermark besucht haben. Sie sind weltweit vorne dabei und brauchen die richtigen Rahmenbedingungen, um an der Spitze zu bleiben“, so Bundeskanzler Stocker.

 

Familiengeführter Hightech-Betrieb aus dem Mürztal

Die Hintsteiner Group in St. Barbara im Mürztal hat sich auf Carbon-Leichtbau und Verteidigungstechnologie spezialisiert. Das familiengeführte Unternehmen entwickelt und produziert Carbon-Schutzlösungen und Strukturbauteile für zivile und militärische Anwendungen. Präsentiert wurden unter anderem ballistische Schutzlösungen, Leichtbauanwendungen und eine mobile Werkstatt, um hochsensible Rüstungs- und Zivilschutzgüter direkt beim Kunden im Ausland warten zu können. Im Rahmen eines Investitionspakets von insgesamt 17 Millionen Euro wird das Werk von 2022 bis 2027 kontinuierlich ausgebaut. „Hintsteiner zeigt eindrucksvoll, dass Innovation auch in unseren Regionen daheim ist. Hier entstehen Hightech-Produkte, die international gefragt sind und Arbeitsplätze vor Ort sichern,“ unterstreicht Khom.

 

Wirtschaftslandesrat Ehrenhöfer betont: „Wir wollen, dass Unternehmen in der Steiermark wachsen können. Die Hintsteiner Group zeigt dies eindrucksvoll. Das 17-Millionen-Euro-Investment am Standort in St. Barbara ist ein starkes Bekenntnis zur Steiermark. Besonders die mobile Werkstatt zeigt unternehmerische Exzellenz: Sie sichert Fachkräfte in der Region und sorgt für internationale Wettbewerbsfähigkeit.“

 

Standort braucht starke Rahmenbedingungen

In einem Pressegespräch in Graz betonten Stocker und Khom, dass es gerade in wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Zeiten starke Rahmenbedingungen braucht. „Die besten Ideen und die fleißigsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allein reichen nicht. Es braucht auch die passenden Rahmenbedingungen. An einigen Stellschrauben können wir selbst drehen, bei anderen brauchen wir die Bundesebene. Deswegen freut es mich, dass der Bundeskanzler ein offenes Ohr für die Anliegen der Steiermark hat“, so Khom.

 

„Wir dürfen uns nicht von Umständen, auf die wir keinen Einfluss haben, beirren oder einschüchtern lassen, sondern wir müssen im eigenen Wirkungsbereich das tun, was möglich ist“, unterstreicht Stocker. Der Bundeskanzler wird weiter an seiner 2-1-0-Formel festhalten: 2% Inflation, mindestens 1% Wirtschaftswachstum und null Toleranz gegenüber jenen, die unsere Gesellschaft gefährden. Im Jänner habe man jede einzelne Zahl erreicht, dann sei der Iran-Krieg ausgebrochen. „Was im Jänner möglich war, wird wieder möglich sein“, so Stocker.

 

Zentrales Thema des Pressegesprächs war die Verkehrsinfrastruktur. Khom begrüßte das grüne Licht für den dreispurigen Ausbau der A9, mahnte aber Tempo und den Willen zum Ausbau auch im Bereich S36 / S37 ein. Auch weitere Projekte wie der Ausbau der Bahnverbindung Graz–Maribor, die Anbindung an den Hafen Koper sowie eine Bahnhaltestelle beim Flughafen Graz wurden angesprochen. Die angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten ist für Khom und Stocker ein wichtiges Signal für Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstandort.

 

Essenziell sind für Khom jetzt Exporterleichterungen in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf die Bereiche Security und Defense: „Wir haben in der Steiermark den Mut und die Stärke, den Strukturwandel proaktiv mitzugestalten. Dazu gehört es, zu erkennen, dass die digitale Souveränität die Schlüsselfrage unserer Zeit ist. Daher setze ich mich dafür ein, dass wir in der Steiermark zu einer Pilotregion im Bereich der CyberSecurity werden.“

 

Internationale Spitzentechnologie aus Graz

Den Abschluss des wirtschaftspolitischen Besuchsprogramms bildete ein Betriebsbesuch bei MAGNA STEYR Aerospace in Graz. Der Bereich steht für steirische Spitzentechnologie in international eingebundenen Zukunftsbranchen wie Luft- und Raumfahrt, Hochdruck- und Kryotechnologie sowie anspruchsvoller System- und Komponentenentwicklung.

 

„MAGNA STEYR Aerospace zeigt, dass die Steiermark nicht nur ein starkes Industrieland ist, sondern in internationalen Zukunftstechnologien ganz vorne mitspielt. Hier werden Technologien entwickelt und umgesetzt, die weit über unsere Landesgrenzen hinaus Bedeutung haben. Das stärkt den Standort und unser Zukunftsland Steiermark“, so Khom.

 

Abschließend dankte Khom dem Bundeskanzler für den intensiven Austausch: „Viele Themen, die für unser Bundesland von großer Bedeutung sind, können wir nur im Miteinander lösen. Ich danke Bundeskanzler Christian Stocker, dass er sich heute Zeit für die Steiermark und unsere steirischen Anliegen genommen hat.“