Neuer Bauernbunddirektor auf Vorstellungsbesuch in Graz-Umgebung

Vorstandssitzung im Zeichen von Erntedank, Versorgungssicherheit und regionaler Wertschöpfung

Der neue steirische Bauernbunddirektor Bernd Brodtrager absolvierte seinen ersten offiziellen Vorstellungsbesuch im Bezirk Graz-Umgebung und nahm an der Vorstandssitzung des Bauernbundes am Betrieb „Vicha“ bei Eva Schulz teil. Gemeinsam mit Bezirksobmann Johannes Wieser, Kammerobmann Manfred Kohlfürst und Landeskammerrat Markus Hillebrand wurden aktuelle Themen rund um die Zukunft der Landwirtschaft, die Versorgungssicherheit und die regionale Wertschöpfung intensiv diskutiert.

DI Bernd Brodtrager nutzte den Termin, um seine inhaltlichen Schwerpunkte vorzustellen. Als steirischer Jungbauernobmann hat er bereits mit seiner klaren Haltung in der Photovoltaik-Debatte und dem Slogan „Dächer vor Äcker“ deutlich gemacht, wofür er steht: für eine Landwirtschaft mit Hausverstand, die wirtschaftlich tragfähig bleibt und gleichzeitig Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernimmt. Er betonte, dass der Bauernbund weiterhin die starke Stimme der Bäuerinnen und Bauern sein werde – modern, lösungsorientiert und kämpferisch, wenn es darauf ankommt.

 

Kammerobmann Graz-Umgebung Manfred Kohlfürst stellte in seinem Beitrag den Bezug zur Jahreszeit her:

„Gerade im Herbst, rund um das Erntedankfest, wird sichtbar, wie wertvoll die Arbeit unserer Landwirtinnen und Landwirte ist. Ein gut gefüllter Gabentisch mit heimischen Produkten ist keine Selbstverständlichkeit. Unsere Betriebe brauchen die richtigen Werkzeuge – etwa im Bereich des Pflanzenschutzes, um Erträge und Qualität zu sichern und so die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln zu gewährleisten. Dafür braucht es politische Rahmenbedingungen mit Hausverstand statt überbordender Bürokratie.“

 

Landeskammerrat Markus Hillebrand hob als Gründungsobmann das Bäuerliche Versorgungsnetzwerk Steiermark hervor, welches kürzlich mit dem Umweltpreis ausgezeichnet wurde. Dieses Netzwerk zeigt, wie stark bäuerliche Zusammenarbeit in der Steiermark wirkt. Über Direktvermarktung, Genossenschaften und andere regionale Initiativen werde eine Vielzahl heimischer Produkte erfolgreich an Konsumentinnen und Konsumenten gebracht.

„Diese Vielfalt der Vermarktungswege ist entscheidend, um die Wertschöpfung in den Regionen zu sichern und bäuerliche Familienbetriebe zu stärken,“ so Hillebrand.

 

Bezirksobmann Johannes Wieser zeigte sich erfreut über den konstruktiven Austausch und den offenen Dialog:

„Die Herausforderungen sind groß und wir haben die Kompetenz und den Zusammenhalt, um sie zu meistern. Der Bauernbund Graz-Umgebung steht geschlossen hinter dem Ziel, unsere Landwirtschaft zukunftsfähig, wirtschaftlich und nachhaltig zu gestalten.“

 

Das Treffen beim „Vicha“ machte deutlich: Mit einem klaren inhaltlichen Kurs und dem starken Rückhalt der Basis blickt der Bauernbund mit Zuversicht in die Zukunft.